Das

Fränkische Hopfenmuseum

in Speikern

 

91233 Neunkirchen am Sand

Ortsteil Speikern

Kersbacher Str. 18

 

 

 

 

 

 

Öffnungszeiten:

 

Mai bis Oktober

jeden Sonn- und Feiertag

13:00 bis 16:30 Uhr

Eintritt: frei

 

 

Sonderführungen sind jederzeit möglich.

Dabei können auch ein Imbiss und Getränke gereicht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderausstellung:

Die tolle Knolle

 

Die Geschichte der Kartoffel

 

 

 

 

 

 

 

Das Museum zeigt einmalige Gegenstände rund um den Hopfen, die vom Heimat- und Geschichtsverein zusammen getragen wurden. Prunkstück ist sicher die älteste Hopfenpflückmaschine der Welt aus dem Jahre 1906. Vor dem Museum stimmt ein kleiner Hopfengarten auf die Ausstellungsgegenstände ein.

 

Der Hopfenanbau im „Hersbrucker Gebirge“ früher und heute wird anhand zahlreicher Geräte demonstriert. Im Erdgeschoß wurden Originalhopfenfelder nachgebaut:

eine alte Stangenanlage und eine moderne Drahtanlage. Die Gegenstände wie der „Hopfenstempfel“ lassen die schwere Arbeit der Landwirte erahnen, denn im Schweiße des Angesichts mussten jährlich 50 Zentimeter tiefe Löcher gegraben werden, um die Fichtenstangen aufzustellen.

 

Mehr Wissenswerte finden Sie mit einem Klick auf:   Hopfen

 

 

 

Die Feldbearbeitungsgegenstände wie Hopfenpflug und Hopfenegge dürfen natürlich nicht fehlen. Eine Presse zum Füllen der Hopfensäcke aus dem Jahre 1837 ist hier aufgebaut.

 

Man findet außerdem die Hopfenwaage aus der Siegelhalle Eschenau, auf der die schweren Hopfensäcke gewogen wurden, ehe sie verkauft wurden.

 

Außerdem sind zwei Maschinen der Spundherstellung für die Bierfässer zu sehen, die einst in Rollhofen standen.

 

Interessant ist der Kleinbulldog „Holder“, der bei kleineren Bauernhöfen sehr beliebt war und der zum Beispiel beim Hopfenspritzen eingesetzt wurde.

 

 

Nach dem Befüllen der Säcke wurden diese mit Schablonen beschriftet. Diese Schrift gab das Erntejahr, die Sorte des Hopfens und den Erzeuger an.

 

 

Die diversen Hopfengeräte wie sie im Hersbrucker Gebirge verwendet wurden, findet man im ersten Stock: Hopfenpflüge und Hopfenspritzen, Hopfendarren, Hopfensiebe und die Sammelmaße „Metzn“. Sie zeigen dem Betrachter den Anbau, die Ernte und die Trocknung der Kulturpflanze Hopfen. Der Weg der Hopfendolden wird weiter bis zur Bierverarbeitung verfolgt: Eiszangen, Malzbottich, Fasskran, Brandeisen für Fässer, Spundmaschine, Krüge, alte Holzbierkästen usw. runden die umfangreiche Sammlung „Vom Hopfen zum Bier“ ab.

 

 

 

 

Die älteste Hopfenpflückmaschine der Welt heute

 

 

und im Herstellungsjahr 1906 im Einsatz

 

 

Das Museum in Speikern sorgt dafür, dass die Bedeutung des Hopfens in der Region nicht vergessen wird.

 

In zwei weiteren Stockwerken wird das Leben früher gezeigt: eine alte Küche, eine Drechselwerkstatt und eine Schulabteilung sowie heimatkundliche Gegenstände.

 

 

 

Sonderausstellung 2018

 

 

 

Die tolle knolle

Die Geschichte der Kartoffel

 

Während die Reichen im 18. Jahrhundert schlemmten, sollten die Armen doch wenigstens nicht verhungern, fand der Alte Fritz, und erließ den „Kartoffelbefehl“, mit dem er den einfachen Leuten die bislang ungeliebte Knolle schmackhaft machen wollte.

Noch zweihundert Jahre nach ihrer Ankunft in Europa waren Kartoffeln fast ausschließlich in den botanischen Gärten sowie in den Lust- und Ziergärten der Fürstenhöfe zu finden. Mit den hübschen weißen, rosa oder lila Blüten schmückten die noblen Frauen ihre Haare. Essen wollte die Erdäpfel hingegen so gut wie niemand. Noch im 18. Jahrhundert sträubte sich das Volk in Preußen dagegen. Friedrich der Große (Friedrich II) schrieb den Bauern am 24. März 1756 schließlich per Gesetz vor, auf einem Zehntel ihres Ackerlandes Kartoffeln anzubauen, um so die wiederkehrenden Hungersnöte im Land zu bekämpfen. Angeblich ließ er auch Kartoffeläcker von Soldaten bewachen und zwar nur, um die Landbevölkerung neugierig auf die unbekannte Feldfrucht zu machen.

   

 

Armenspeise mit allem, was rumliegt und fort muss

Ende des 18. Jahrhunderts spielte der Erdapfel eine wichtige Rolle bei der Münchener Armenspeisung: Benjamin Thompson, ein Amerikaner, der in Bayern vom Kurfürsten zum Grafen Rumford geadelt wurde, kreierte 1795 eine stärkende Suppe, die noch heute als Rumfordsuppe bekannt ist. Damit versorgte er festgenommene Bettler und Obdachlose, die in seinem „Militärischen Arbeitshaus“ in der Münchener Au schuften sollten. Das ursprüngliche Rezept bestand aus Graupen, Erbsen und altem Brot – „alles, was rum liegt und fort muss“, unkten Spötter. Später wurde ein Teil der Graupen durch Kartoffeln ersetzt - das sparte pro Portion nochmal einen Pfennig. Die Kartoffel hatte Graf von Rumford nach Bayern gebracht. Er legte auch den Englischen Garten an.


  

                                                                                                                                               

 

Das waren die Themen der bisherigen Sonderausstellungen:

2000

„Vereine in der Gemeinde“

2001

„Geschäfte und Firmen in der Gemeinde einst und heute“

2002

„125 Jahre Pegnitztal - Eisenbahn“

2003

„Unter Strom - elektrische Geräte im Wandel der Zeiten“

2004

„Schule - wie sie damals war“

2005

„Brauchtum im Jahr“

2006

„Adam Scharrer- ein fränkischer Arbeiterschriftsteller“

2007

„1000 Jahre Bistum Bamberg- das Dekanat Neunkirchen a.Sand stellt sich vor“

2008

„Vom Getreide zum Brot“

2009

„Als der Bleistift im Büro von der Maschine verdrängt wurde“

2010

“Der Computer eroberte den Privathaushalt”

2011

„Die süßeste Versuchung: Schokolade - von der Bohne zur Tafel“

2012

„Kakao, das göttliche Getränk - Edelprodukt aus Papua Neuguinea“

2013

„Ach du liebe Zeit!“

2014

„16. Mai 1950 / 2013 - ein Tag wie jeder andere? - ein Vergleich“

2015

„Von Tante Emma zu Amazon - Handel im Wandel“

2016

„Die Goldene Straße von Prag nach Nürnberg - das Zeitalter Karls IV“

2017

„Die Herrschaft Rothenberg  -  der Stachel im Fleisch der Nürnberger“

2018

„Lichtblick! Einblick!Augenblick!“Abstrakte Visionen von Eleni Bergmann, Neunkirchen

2019

„Die tolle Knolle“ … die Geschichte der Kartoffel