Hier einige Informationen zum Hopfen:Beschreibung: D:\Karl\Heimat+GeschVerein\Internet-Auftritt\hopfen.gif

 

Entscheidend für die Qualität des Hopfens ist sein Aroma und sein Bitterstoff-Gehalt, der sogenannte Alpha-Säuregehalt, welcher prozentual angegeben wird. Dieser ist ausschlaggebend für die Unterscheidung in Aroma- und Bitterhopfen.

Der Aromahopfen hat einen verhältnismäßig niedrigen Bitterstoffgehalt, dafür ist sein Aroma hervorragend. Für einen feinen Biergeschmack sind die Aromahopfensorten ausschlaggebend. In den verschiedenen deutschen Anbaugebieten haben sich eigene Land-Sorten durchgesetzt. Im "Hersbrucker Gebirge" ist dies vor allem die Sorte "Hersbrucker Spät". Durch das sehr gute Aroma und seine geringe Anfälligkeit gegen Krankheiten erlangte diese Sorte einen weitverbreiteten Qualitätsruf.

Der Bitterhopfen hat einen sehr hohen Bitterstoffgehalt. Er weist höhere Erträge und Bitterwerte wie der Aromahopfen, aber auch sehr unterschiedliches Aroma auf. Er ist zusammen mit dem Aromahopfen in jeder Biersorte enthalten. Eine typische Bitterhopfensorte ist das "Brewers Gold".

In der "Hallertau" ist der "Hersbrucker Spät" die am häufigsten angebaute Hopfensorte, wird aber langsam von Neuzüchtungen -wie "Perle" oder "Magnum" verdrängt. Seit den 60er Jahren werden auch ausländische Hopfensorten, wie der "Northern Brewer", oder "Brewers Gold" angebaut.

Neue Hopfensorten werden im "Hans-Pfülf-Institut" für Hopfenforschung in Hüll gezüchtet. Dabei wird versucht den unterschiedlichen Anforderungen der Pflanzer bzw. der Brauer gerecht zu werden. Für den Pflanzer sind sicherlich der Ertrag, die Resistenz gegen Krankheiten und die Wuchseigenschaften ausschlaggebend. Für den Brauer das Aroma, der Bitterstoffgehalt und der Einkaufspreis. Es kann bis zu 14 Jahre dauern bis eine neue Sorte aus dem Institut in Hüll an die Pflanzer zum Probeanbau abgegeben wird. Ein gutes Beispiel für die Züchtung ist die Sorte "Perle". Sie gehört zwar zu den Aromahopfensorten, hat aber von diesen den höchsten Bitterstoffwert. Zur Zeit wird eine neue Bitterstoffsorte namens "Hallertauer Taurus" im Versuchsanbau untersucht. Sie hat einen Alpha-Säuregehalt von über 13,5 % und einen hohen Ertrag pro Hektar.

Bis zu 99,5 % des Hopfens wird zur Bierherstellung verwendet. Die restlichen 0,5 % finden in der Pharmazie und in Schnapsbrennereien Verwendung. Im Hersbrucker Umland gibt es den berühmten "Hopfentropf" - einen Magenbitter. Nur das Lupulin ist für die Brauereien von Bedeutung. Es enthält die für das Aroma wichtigen Hopfenöle und die Bitterstoffe, weiche für den Geschmack des Bieres ausschlaggebend sind. Nach der Ernte wird der Hopfen zur Verarbeitung in die Hallertau transportiert. Dort werden die Dolden gemahlen und das herausgetrennte Lupulin zu sog. Pellets (Tabletten) gepresst. Diese Pellets enthalten dann den konzentrierten Bitterstoff und werden zu den einzelnen Brauereien geliefert. Dort überwachen Computer die Zugabe der Pellets entsprechend der einzelnen Biersorten. Durch organische Lösungsmittel werden die Bitterstoffe zum flüssigen CO2-Hopfenextrakt extrahiert, welcher für medizinische Zwecke verwendet wird. Pellets, Hopfenpulver und Hopfenextrakte sind sehr leicht konservier- und transportierbar, was den Handel sehr vereinfacht.

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